Manfred Baumann
| Jedermanntod
(Salzburg) (Juli 10 - Gmeiner Verlag - 372 S. - ISBN-13: 978-3839210895 / 11,90 ) Salzburg im Sommer, belagert von Touristenscharen und Festspielgästen. Auf der Jedermann-Bühne vor dem Dom liegt ein Toter. Ein prominenter Toter. Der Tod höchstpersönlich. Hans Dieter Hackner, der gefeierte Darsteller des Todes in Hofmannsthals Jedermann. In seiner Brust steckt die Kopie eines Renaissance-Dolches, an seinen Füßen fehlen die Schuhe. Alles viel zu theatralisch, denkt Kommissar Martin Merana, und beginnt seine Ermittlungen in einer Welt, die ihm fremd ist: die Welt der Salzburger Festspiele mit ihren extrovertierten Künstlern und fädenziehenden Managern |
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| Anmerkung: Autor Manfred Baumann bringt großes Theater auf die Bühne in Salzburg, verbunden mit Mord, Intrigen und Lügen. Es wird theatralisch, sensibel und hochspannend. Kommissar Merana und sein Team werden in den frühen Morgenstunden zum Tatort am Dom gerufen. Dort auf der Bühne, wo gestern noch "Jedermannstod" gespielt wurde liegt die Leiche vom Regisseur und Schauspieler Hans Dieter Hackner. Erstochen mit einem Dolch, der ihm am Abend zuvor auf der Premierenfeier verliehen wurde. Was für ein Ende für den Tod! Das Team ermittelt rund um das Festspielhaus. Intendant, Pressechefin und Schauspieler bleiben nicht verschont von unliebsamen Fragen und so manches Geheimnis wird gelüftet. Verwandte und Manager zeigen ein Pokerface. Einig sind sich Alle: Die Welt verlor einen großen Regisseur und Schauspieler. Seine Kollegen und das Publikum liebten ihn. Für die Ermittler ist das zu glatt und manches Verhör zu aalglatt. Irgendwo muss es einen dunklen Punkt geben. Noch bevor die ersten Ansatzpunkte greifbar sind verschwindet die junge Schauspielerin Ramina Haubendorf und am Mattsee im Haus der Schauspielerin Deborah Jadlinski wird eingebrochen. Ein alter Sandler sah die Weiße Frau mit blutigen Händen und eine alte Frau hörte nachts einen Streit zwischen 2 Männern. Viele Puzzelteile, aber stehen sie in einem Zusammenhang? Der Autor beginnt auf einer großen Bühne seinen Plot. Am Ende setzt er einen Paukenschlag im kleinen Rahmen, aber theatralisch. Fazit: Salzburg-Krimi mit viel Ausstrahlung und Flair. Sehr empfehlenswert! (04.04.2010) ***** |
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© Caren Löwner