Bärbel Böcker

Henkersmahl (Köln)
(Febr. 10 - Gmeiner Verlag - 371 S. - ISBN-13: 978-3839210413 / 11,90 €)

Florian Halstaff, Redakteur einer semi-aktuellen TV-Talkshow, bereitet eine Sendung über unerklärliche Krankheits- und Todesfälle vor, die ganz Köln in Atem halten. Noch ist unklar, ob die Ursache Virusinfektionen oder Nahrungsmittelvergiftungen sind.
Dann überschlagen sich die Ereignisse: Auf dem Weg zur Arbeit erhält Florian einen dubiosen Drohanruf, kurz darauf wird die Show abgesagt - vom Unterhaltungschef des Senders höchstpersönlich. Als schließlich auch noch Florians bester Freund und Vorgesetzter Max Kilian plötzlich und unerwartet stirbt, klingeln bei Florian sämtliche Alarmglocken. Offenbar hat er in ein Wespennest gestochen, in dem sich mächtige Lebensmittelkonzerne, geldgierige Winzer und gewissenlose Staatsdiener tummeln ...

  Autorin Bärbel Böcker widmet sich in diesem Buch einem schwierigen Thema: „genmanipulierte Lebensmittel“ Ein brandheißes Eisen, dessen Befürworter und Gegner mit den unterschiedlichsten Argumenten aufwarten.

Um dieses Buch entstehen zu lassen, ist die Autorin eine Gradwanderung eingegangen, mit der Option „es könnte Wirklichkeit werden“, dennoch nur im „fiktiven“ Handlungsbereich geblieben zu sein. Das Buch zeichnet sich aus durch hervorragende Protagonisten, die ständig in Szene gesetzt werden und kleinen Nebengeschichten, fast schon „Schmanckerl“, die zur Abrundung außerordentlich beitragen.

Wer heute schon wissen möchte, was die Zukunft bringen kann, sollte sich diesen Krimi auf der Zunge zergehen lassen.

(07.12.09) *****

   
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© Caren Löwner