Helmut Exner

Die Segebberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
(Sept. 12 - Kindle Verlag - 156 S. - ISBN 978-3936318975 / €)

Gisela ist nach Schleswig-Holstein gezogen, wo sie für das Landeskriminalamt ermittelt. Kaum angekommen, ereilt sie ein Hilfeschrei aus dem Harz. Ihre alte Freundin Lilly Höschen fühlt sich bedroht. Bereits zwei alte Kollegen sind auf merkwürdige Weise ums Leben gekommen und sie dürchtet, dass sie die Dritte ist. Dabei hat Gisela alle Hände voll zu tun. In ihrer Nachbarschaft wohnen Männer mordene Frauen.
Anmerkung:
Autor Helmut Exner bewegt sich mit seinem Krimi zwischen Lübeck und dem Harz. Hierbei geht es ihm nicht darum dem Leser viel Landschaft und Flair zu bieten, sondern seinen Krimi in Szene zu setzen. Dies ist ihm gut gelungen, denn beide Spielorte sind spannend und mit viel Aktion ausgestattet. Seine ältere Protagonistin (Lilly) hat Haare auf den Zähnen und seine jüngere Protagonistin (Gisela) ist Kripobeamtim und taff.  Bei den weiteren Protagonisten kann der Leser selbst entscheiden, ob ihm dumm und dümmer besser gefällt, ein gutaussehender Mann oder zwei schwer arbeitende Kripobeamte. Sicher ist für jeden Leser eine Person dabei, die ihn besonders anspricht. Der Krimi ist in sich geschlossen unc Rätsel bleiben am Ende nicht.

Gisela ist gerade in Schleswig-Holstein angekommen, als von Freundin Lilly ein Hilferuf kommt. Zwei ihrer ehemaligen Lehrerkollegen starben auf merkwürdige Weise und die Ermittler im Harz haben Herztod bescheinigt. Ob die wirklich freiwillig aus dem Leben geschieden sind. Lilly hat größte Zweifel und erinnert sich, dass es während ihrer Tätigkeit als Lehrerin drei Schulverweise gegeben hat. Gisela hat Angst um die Freundin und ermittelt auf eigene Faust. Doch schon bald muss sie die Kollegen um Hilfe bitten. Eine Spur führt zu einer Ärztin, eine weitere zum Inhaber der Klinik. Und es wird gefährlich für Alle.

Fazit: Ein schöner kurzweiliger Krimi der sich locker und leicht lesen lässt. Durchaus eine Epfehlung!

(02.12.13) ****
Sauschlägers Paradies (Harz)
(Sept. 11 - EPV Verlag - 173 S. - ISBN-13: 978-3936318920 / 8,95 €)

Menschen verschwinden spurlos auf einem geheimen Friedhof. Das Ehepaar Sauschläger, zwei Oberharzer Originale, lässt sich in seiner Naivität mit der Russenmafia ein. Lilly Höschen, die schrullige Oberstudienrätin, und ihr Neffe Amadeus werden in diese Vorgänge verstrickt, die Kommissar Schneider und seine Mitarbeiterin Gisela Berger zu lösen versuchen. Ein ziemlich schräger Kriminalfall, wie er wohl nur im Harz passieren kann.

  Anmerkung:
Autor Helmut Exner hat einen Krimi geschrieben, den der Leser nicht so ernst nehmen sollte. Hier kommt Humor zum tragen und seine Protagonisten gehen nicht stur nach dem Prinzip Verbrechen gleich Aufklärung vor. Aufgrund der einfachen Denkweise, gemixt mit einem besonderen Harzer-Dialekt kommt es zu erheblichen Verwicklungen, die oftmals in Zusammenhang stehen mit dem Wort "Komik". Auf jeden Fall macht das Buch gute Laune.

Die Familie Sauschläger (Eltern und 6 Kinder) haben zwei Restaurants und Geld ererbt. Das Geld ist bald weg, doch aus den Restaurants fließt ein monatliches Entgeld. Somit lässt es sich leben, wenn, ja wenn es nicht das Finanzamt geben würde. Die wollen von den Sauschlägers eine exorbitante Steuernachzahlung. Da naht Hilfe von freundlichen Menschen, die nichts weiter wollen, als dass man mit einem Minibagger Löcher gräbt und nach Befüllung wieder verschließt. Gesagt, getan. - Durch die Entführung eines Geschäftspartners wird auch Amadeus auf die Familie Sauschläger aufmerksam, denn wundersamerweise ermittelt Kommissar Schneider, dass das Entführungsfahrzeug von dieser Familie verkauft wurde. Während alle rätseln, ob der Entführte noch lebt, stellt Familie Sauschläger fest, dass sie sich mit der Mafia eingelassen hat. Jetzt heißt es: Vorsicht, wenn man überleben will.

Fazit: Ein etwas anderer Krimi. Empfehlenswert!

(14.01.12) ****

   
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© Friedrich Sulzer