Christian Hartung

 

Lass ruhn zu deinen Füßen...
(erschienen Okt. 06 - Pandion Verlag - 185 S - ISBN 3934524842 / 9,80 €)

Pfarrer Michael Held hat ein Mitglied des Presbyteriums zu beerdigen: Landwirt Walter Meier. Kurz danach erhält er anonyme Briefe, in denen von Mord die Rede ist, und davon, dass der Täter in der Familie des Toten zu suchen ist. Besonders tragisch: Nur eine Woche später kommt Walter Meiers Sohn Helmut auf die gleiche Weise ums Leben: Er stürzt ebenfalls von der Leiter. - Unfall oder doch Verbrechen? - Michael Held sucht den intensiven Kontakt mit der Familie Meier, deren nach außen hin intakte Fassade zu bröckeln beginnt. Verdächtigungen tun ihr Übriges. Held bittet den mutmaßlichen täter, sich ihm anzuvertrauen, und wartet in der dunklen Kirche auf ihn. Wird er kommen und beichten? Pfarrer Held befindet sich in einem Gewissenskonflikt.

  Anmerkung:
Der Autor erzählt dem interessierten Leser eine familiäre Story, die vor dem Tod nicht Halt macht. Wenn man am Anfang auch glauben könnte in diesem Plot finden sich noch Außenstehende Protagonisten für die Taten, so wird dem Leser bald klar, dass er es nur mit einer Familie, aber mehreren Generationen, zu tun hat. Und innerhalb dieser Familie gibt es Geheimnisse, die wiederum grausame Ereignisse nach sich ziehen. Direkt mit einbezogen wird nur der arme Pfarrer, der eigentlich mit der Situtation fast schon überfordert ist.
Fazit: Tragisch, dramatisch, unheilvoll. Sippenkrimi

zur Geschichte:
Nach der Beerdigung von Walter Meier beginnt für den Pfarrer Michael Held und seine Familie eine Leidenszeit. Bereits einen Tag nach der Beerdigung erreicht den Pfarrer ein anonymer Brief mit dem Hinweis, dass der Landwird Meier ermordet wurde. Im ersten Moment fassungslos und ungläubig bringt der Pfarrer den Brief zur Polizei. Doch auch die ist ratlos und kann sich dieses nicht erklären. Es war ein Unfall, der tödlich ausging. Die Familie Meier ist das Sorgenkind von Pfarrer Held. Während Paula Meier und Schwiegertochter Elsbeth kaum Regung zeigen, liegen die Nerven bei Margret blank und ihr Sohn Andreas sieht aus wie der Tod auf Beinen. Der Alte Meier war ein rechthaberischer Mensch und hat es keinem leicht gemacht, weder daheim noch in der Gemeinde. Auch Pfarrer Held ist ein Opfer von ihm. Aber Mord? Nur eine Woche später ein neues Unglück auf dem Meier-Hof. Helmut Meier stürzt von einer Leiter. Unfall oder Mord? Die Gemeinde wird unruhig, Pfarrer Held ist mehr als besorgt und die Polizei nimmt die Ermittlungen auf... Andreas gibt sich die Schuld am Tod vom Großvater und Vater und verschwindet... eine fieberhafte Suche beginnt...

(07.12.06) ***

   
   

 

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