Carsten Sebastian Henn

geboren 1973 in Köln, lebt in Hürth. Die Ahr bezeichnet er als seine Weinheimat.
Studium der Völkerkunde, Soziologie und Geographie. Arbeitet als Autor und Weinjournalist
für verschiedene Fachmagazine sowie als freier Nachrichtenredakteur für den Deutschlandfunk.
Lyrik & Erzählungen in diversen Zeitschriften und Anthologien, Veröffentlichungen
mehrerer Gedichtbände.

Vinum Mysterium (Hörbuch) gelesen von Jürgen von der Lippe
(Nov. 06 - Emons Verlag - 4 CD - ISBN 3897054585 / 19,90 €)

Das Ahrtal steht unter Schock: Ein Serienmörder geht um, der sich seine Opfer scheinbar wahllos aussucht und perfide tötet. Kein Tourist wagt sich mehr ins Tal, der Wein bleibt in den Fässern. - Sternekoch und Hobbydetektiv Julius Eichendorff hat es in seinem bisher kniffligsten Fall mit einem brillanten Widersacher zu tun. Nur ihm schickt der täter flüssige "Nachrichten aus dem Totenreich", und nur er soll sie entschlüsseln können. Und zu allem Überfaluss muss er auch noch für einen ganz besonderen Gast kochen: für den Papst.

  Anmerkung:
Der Ahr-Krimi aus Juni 06 ist bereits nach kurzer Zeit auch als Hörbuch im Handel erschienen. Der Verlag und Autor konnten sich erneut mit Jürgen von der Lippe verständigen, und haben in ihm eine gute Stimme in verschiedenen Tonlagen gefunden. Es macht Freude den 4 CD´S zu lauschen und nochmals den Krimi zu erleben. Der Verlag hat eine wunderbare Aufmachung des Albums gefunden, in dem sich die CD´s befinden.
Fazit: sehr empfehlenswertes Hörbuch.

(24.02.07) ****

   
   
Vinum Mysterium (Eifel-Krimi)
(erschienen Juni 06 - Emons Verlag - 269 S - ISBN 3897054248 / 9,00 €)

Das Ahrtal ist wie entvölkert. Ein Serienmörder sucht sich seine Opfer scheinbar wahllos unter allen, die bei Winzern, in Restaurants, ja sogar in trauter Runde ein Glas Wein trinken. Kein Tourist wagt sich mehr ins Tag, der Wein bleibt in den Fässern. - Sternekoch und Hobbydetektiv Julius Eichendorff hat es in seinem bisher kniffiligsten Fall mit einem brillanten Widersacher zu tun. Nur ihm schickt der Täter flüssige "Nachrichten aus dem Totenreiche", und nur er soll sie entschlüsseln können. Ein tückischer Nasenwettbewerb, ein merkwürdiger 120ster Geburtstag, die zurückkehrende Reblausplage und nicht zuletzt eine mysteriöse Wahrsagerin lassen Julius bei der Lösung des Falls saurer werden als ein Fass Spreewälder Gruken. Und zu allem Unglück muss er auch noch für einen ganz besonderen Gast kochen: den Papst.

  Anmerkung:
"Wenn einem so viel Gutes wird beschert", dann kann man sicher sein, dass Autor Carsten Sebastian Henn seine Leserschaft erneut ins Ahrteil eingeladen hat und hier mörderisch zu Werke geht. Atemlos folgt der Leser der Story, die zu keinem Zeitpunkt lange Weile aufkommen lässt und sich unendliche lange geheimnisvoll und fast schon magisch darstellt. Spannung, gemixt mit leichtem Humor und vielen Rätseln ist die Handschrift des Autors. Natürlich vergisst er nicht das gute Essen und die Weine aus dem Ahrtal.
Fazit: Sehr empfehlenswert! Krimi und Wein in Harmonie

zur Geschichte:
Julius Eichendorff, Inhaber der "Alten Eiche" erhält einen merkwüridgen Anruf. Ein Unbekannter teilt ihm it, dass er eine Nachricht aus dem Totenreich erhalten wird und eine besonders Flasche Wein. Diese gibt ihm einen Hinweis auf ein Todesopfer. Julius überlegt, ob er seiner Freundin Anna von Reuschenberg, Kommissarin etwas von dem Anruf erzählt sollte, doch wenn alles nur ein Scherz ist... Ein Sturz im eigenen Garten, nachdem er an seinen Lieblingen die Reblaus entdeckt hat befördert den renomierten Koch mit Hilfe von Franz-Xaver ins Krankenhaus. Am Abend kann er an der geselligen Runde mit Wolf Kiefa, Hermann Horressen, Gerdt Bassewitz, Oliver Fielmann und Harald Uhlen mit einem geschienten Bein teilnehmen. Julius soll für den Papst kochen und die Herren zu seinen Vorschlägen entsprechende Weine liefern. - Dann steht plötzlich eine Flasche Wein an der Hintertür mit einer Karte. "Vinum Mysterium". Mit der Flasche fährt er zu seinem Freund und Winzerpersönlichkeit August Herold. Dort befindet sich auch Rolli Löffler. Der Wein enthält kein Gift und auch sonst keinen Hinweis. Als Julius zu seinem Auto geht findet er Rolli Löffler abgestochen in seinem Auto... nun muss Anna von Reuschenberg ermitteln und Julius erstmal die Leviten lesen. Die Flasche hätte sofort ins Labor gehört und war bestimmt nicht für eine Weinprobe gedacht. Doch Julius wäre nicht Julius Eichendorff, wenn er sich von so ein bißchen Schelte und seinem Gipsverband davon abhalten lassen würde auf eigene Faust zu ermitteln. Schon bald taucht die nächste Flasche Wein auf und ein neuer Toter liegt im Recher Herrenberg... Was für ein Spiel spielt der Mörder? Und warum mit Julius Eichendorff?

(27.07.06) ****

   
   
In Vino Veritas (Hörbuch) gelesen von Jürgen von der Lippe
(Okt. 05- Emons Verlag - 3 CD - ISBN 3897054256 / 16,00 €)

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maisebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants "Zur Eiche", gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei kommt Julius näher an den Mörder heran - bis es auch für ihn heiß wird. Heißer sogar, als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

  Anmerkung:
Jürgen von der Lippe spricht in unterschiedlichen Stimmlagen den Weinkrimi von Carsten Sebastian Henn. Mit sehr deutlicher Aussprache, vielen verschiedenen Tonlagen erreicht der Sprecher, dass viel Spannung entsteht und ihm der Zuhörer voll und ganz seine Aufmerksamkeit schenkt. Dabei bewahrt der Sprecher viel Ruhe, wird nie hektisch oder extrem laut. Bei einem guten Glas Wein sollte dieses Hörbuch genossen werden.
Fazit: Stimmungsvoll, spannend und entspannend zugleich

(14.02.07) ****

   
   
In Dubio Pro Vino (Eifel-Krimi)
(erscheint Sept. 04 - Emons Verlag - 271 S - ISBN 3897053578 / 9,00 €)

Unruhe im beschaulichen Ahrtal: nur noch wenige Tage bis zur Wahl der neuen Weinkönigin. Unter den Anwärterinnen bricht ein wildes Hauen und Stechen um die begehrte Krone aus - plötzlich wird es blutiger Ernst. eine der jungen Frauen wird ermordet. Als dann auch noch eine ehemalige Weinkönigen auf merkwürdige Weise verunglückt, ist der Skandal perfekt.

Natürlich steckt Julius Eichendorff, seines Zeichens kulinarischer Detektiv und Sternekoch, mal wieder mittendrin. Die Spuren des mysteriösen Falls führen kreuz und Quer von Sinzig bis Altenahr, ins Winzermilieu, in psychologische Massagepraxen und selbst ins als Rom. Irgendjemand kocht ein teufliches Süppchen. Und Julius Eichendorff ist der Einzige, der es nach alten Regeln der Kunst versalzen kann.

  Anmerkung:
Der Autor nimmt seine Leserschaft auch im dritten Teil mit an die Ahr. Diesmal beschäftigt sich sein Hauptprotagonist (Julius Eichendorff) intensiv mit Weinköniginnen und reist zurück in die Römerzeit. Ihm zur Seite stehen Hauptkommissarin und Freundin Anna von Reuschenberg, sein Maitre Franz-Xaver mit Wiener Schmäh und Kellermeister Francois. Der Leser findet in diesem Teil noch viele weitere Personen die ihm bereits bekannt sind aus den anderen Folgen. Der Autor schafft es erneut, ohne viel Blutvergießen und dramatische Auftritte eine kompakte, spannende Weingeschichte zu erzählen. Trotz der Gemächlichkeit die oftmals vorherrscht, zieht er den Leser in seinen Bann durch interessante Geschichten aus der Römerzeit und eine Weinköniginnenwahl. Auch in diesem Teil spürt der Leser die besondere Beziehung des Autors zur Ahr, dem Wein und gutem Essen.
Fazit: Eine wunderschöner Krimi aus dem Ahrtal. Empfehlenswert!

zur Geschichte:
Julius Eichendorff kommt aus seinem wohlverdienten Urlaub auf den Spuren von Eichendorffs zurück in seine Heimat und sein renoviertes Lokal. Eigentlich möchte er dieses in Ruhe betreten, doch plötzlich steht Constanze Dezaley, die Gebietsweinkönigin der Ahr neben ihm. Ihr einziger Satz: "Jemand will mich umbringen". Im Auto hatte Constanze eine Kreuzotter gefunden. Julius vereinbart für den nächsten Tag mit der jungen Dame einen Termin. Endlich kann er sein Lokal betreten und findet hier und da ein paar Schäden. Doch das lässt sich beheben. In einer Woche wird es eine feierliche Wiedereröffnung geben. - In seiner Wohnung angekommen machen ihm zwei Probleme zu schaffen. Die Waage verheißt nichts Gutes und es muß eine Diät her. Ein Brief seiner Eltern, die ihr Kommen ankündigen versetzt ihn in Unruhe. Mit seinem Bekannten, Christoph Auggen, der sich für alte Samen interessiert, vereinbart Julius einen Joggingkurs. Im Gegenzug liefert Julius dem Biologen 20 neue Patenschaften für die Samen. - Julius begegnet seinem Maitre Franz-Xaver und merkt, dass dieser sehr schlecht gelaunt ist. Im Moment versprüht er keinen Wiener Charme. - Dann besucht er endlich seine Freundin Hauptkommissarin Anna von Reuschenberg, die ein bißchen beleidigt ist. Julius meldet sich spät bei ihr, doch sie will den verwöhnten Koch mit ihren eigenen Kreationen verwöhnen. Der Tod von Constanze Dezaleys schockt Julius. Hatte er die Sache nicht Ernst genommen? Die junge Archäologin war an der römischen Ausgrabungsstätte alleine. Ihr Kollege, Wilfried Pause war Essen holen. Erneut besucht er Franz-Xaver, dessen Laune nicht besser ist. Zu Hause wieder angekommen stehen seine Eltern vor der Tür. - Auf dem Weingut Porzermühle von August Herold erfährt er, dass die Weinkönigin Tina Walter tot auf den Schienen gelegen hatte vor ein paar Tagen. Zu Gast ist auch der Jurist und Stephan Zeh. Das schockt Julius noch mehr. Schon 2 Tote Weinköniginnen... und im Magen von Tina Walter wird ein Spezialdessert gefunden nach einem Rezept von Julius, der aber in Urlaub war... Wer hat das zubereitet? Sind noch andere Weinköniginnen gefährdet? Und warum weisen die Spuren zu den alten Römern....

(24.09.04) ****

   
   
In Vino Veritas
(erschienen Mai 2002 - Emons Verlag - 205 S - ISBN 3-897-05240-7 / 9,00 €)

Der berühmteste Winzer der Ahr wird tot in einem hölzernen Maischebottich aufgefunden. Motive für einen Anschlag auf das exzentrische und streitlustige Genie finden sich viele, und auch Julius Eichendorff, Koch und Besitzer des Renommierrestaurants "Zur Alten Eiche", gerät unter Verdacht. Er ist gezwungen, den Mörder zu suchen. Mit jeder kleinen unverfänglichen Plauderei kommt Julius näher an den Mörder heran - bis es auch für ihn heiß wird. Heißer sogar, als für ein englisch gebratenes Steak ratsam.

  Anmerkung:
Nicht nur der schöne Umschlag des Buches verrät es dem Leser, auch der Buchtitel. Hier geht es um den Wein - die Ahr, Winzer, Genossenschaften und viel gutes Essen. Ein Mord in einer malerischen Landschaft - die weder Hektik noch Unruhe verträgt - ist grausam für einen guten Wein. Und trotzdem stört der Autor diese Ruhe und Gelassenheit, um den Leser hinter die Kulissen blicken zu lassen. Denn auch hier geht es um Macht, den besten Wein zu produzieren, Freund- und Feindschaften.

Siegfried Schultze-Nögel, der "Rotweinmagier" liegt tot im Maischebottich. Das Ahrtal ist erschüttert. Sofort eilt Julius Eichendorff, Besitzer und Koch des Gourmetrestaurants "Der Alten Eiche" zu seiner Großkusine Gisela, der Witwe. Dort befindet sich schon ein Großteil der Verwandtschaft um Gisela beizustehen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen unter der Leitung von der Koblenzer Kommissarin von Reuschenberg. Am darauffolgenden Tag wird Gisela verhaftet. Ein Schock für Julius Eichendorff. Um ihr zu helfen ermittelt er selbst. Nochmals sucht er den Ort des Verbrechens auf und findet ein Weinfass mit der Aufschrift "Verräter". Kommissarin von Reuschenberg ist es natürlich unangenehm, dass ihre Mitarbeiter das Fass nicht gefunden haben, aber an eine Freilassung der Großkusine ist nicht zu denken. Das Ehepaar hatte am Abend des Mordes einen Streit und es wurde ein rotwein-durchtränktes Nachthemd gefunden. Aber das überzeugt Julius nicht und er sucht weiter.

Markus Brück, der Kellermeister des Weingutes Schultze-Nögel sagt beim ersten Treffen mit Julius wenig - aber dann schickt er ihm eine Botschaft, die in Richtung der "Ahrtaler Weinbrudergemeinschaft von 1682" weist. Bevor Julius nochmals mit ihm sprechen kann, ist Markus Brück tot. Er liegt in der Maischpresse. Ein neuer Schlag für das sonst ruhige Ahrtal - die Zeitungsmeldungen überschlagen sich, aber Gisela kommt nun frei. Julius gibt nicht auf. Er jagt den Wanderer Adalbert Niemeier, verdächtigt August und Christine Herold, Weingutbesitzer und Konkurrent, macht sich beim Landrat Dr. Gottfried Bäcker unbeliebt und tritt selbst seinen besten Freunden mächtig auf die Füße. Er findet heraus, dass Siegfried Schultze-Nögel eine Geliebte hatte und dass, der "Rotweinmagier" dem Wein Wasser entzog, was die Konkurrenz wusste und verärgerte. Er scheut auch nicht die Aufnahme in die Weinbrudergemeinschaft und lässt sich fast dazu herab für sein Gourmetrestaurant einen Wein von der Winzergenossenschaft auf seine Karte zu setzen, aber... wo ist das Motiv für die Morde? Wo befindet sich der Praktikant des Weingut "Porzler Mühle", Bernard Noblet?

In manchen Teilen wirkt der Krimi ein bisschen behäbig und langsam, allerdings wird die Spannung bis zuletzt für den Leser gehalten. Außerdem gewinnt man als Leser den Eindruck, dass ausschließlich Julius Eichendorff ermittelt und die Polizei und Kommissarin von Reuschenberg nur ihre Berechtigung haben, weil die Obrigkeit dazu gehört. Es ist dem Autor gelungen mir Landschaft, Wein und gutes Essen näher zu bringen. (29.06.03) ***+

   
Nomen Est Omen
(erschienen Mai 2003 - Emons Verlag - 221 S - ISBN 3-897-05283-0 / 9,00 €)

Wie könnte ich Sie nicht kennen! Koch und kulinarischer Detektiv! Diesen Titel hatte Julius vor einem Jahr von der Presse verliehen bekommen, als er die "Rote Bestie" gestellt hatte. "Eigentlich nur Koch." "Haben Sie im Radio vom Mord im Regierungsbunker gehört? Wissen Sie was darüber? Zum Beispiel, wer der Tote war?"

Gute Frage, dachte Julius, sehr gute Frage. Die hatte ihnauch schon bschäftigt. Wer war dieser Mann, den er tot gefunden hatte, wirklich? Fakten waren gut und schön. Aber über den Menschen Klaus grad sagten sie überhaupt nichts. Und auch nichts darüber, wer ein Motiv gehabt haben konnte, ihn zu töten.

  Anmerkung:
Der Autor Carsten Sebastian Henn führt den Leser zurück ins Ahrtal. Diesmal befinden wir uns nicht in der beschaulichen Jahreszeit mit herbstlichem Hintergrund und Weinlese wieder, nein, im Ahrtal ist es bitterkalt - Schnee hat sich über die Landschaft und die Weinberge gelegt. Liebe, alte Bekannte aus seinem ersten Roman begleiten den Leser. Julius Eichendorff, Besitzer der "Alten Eiche", Franz-Xaver, Kommissaren Anna von Reuschenberg, Weingutbesitzer August Herold, die liebe Verwandtschaft und der Golfclub.

Und mit dem Golfclub beginnt diese Geschichte: Der Vorstand des Golfclubs, deren Mitglieder und Gäste - unter denen Julius Eichendorff sich befindet - macht einen Ausflug in den Regierungsbunker "Rosengarten". Die letzte Möglichkeit die Anlage zu besichtigen, bevor sie geschlossen und demontiert wird. Auf der Suche nach seiner vergessenen Kameratasche entdeckt er mit einem Mitarbeiter des Bunkers die Leiche von Klaus Grad in der Kapelle. Das Vorstandsmitglied des Golfclubs wurde erschossen - die Tür war von innen verriegelt. Wie kam der Mörder aus der Kapelle? Kommissarin Anna von Reuschenberg nimmt mit ihrem Team die Ermittlungen auf.

Julius Neugier ist geweckt und er bietet Anna seine Hilfe an. Es kommt zum ersten Austausch von Informationen. Die Kapelle hat keine Geheimgänge und keinen Luftschacht, aber hinter dem Bild der Muter Gottes einen Tresor, der offen stand. Welchen Inhalt hatte er? Obwohl 34 Personen an der Führung teilgenommen haben, kann der Mörder nur im Vorstand zu finden sein. Eine defekte Kamera zeichnet teilweise die Ereignisse in der Kapelle auf - deutlich erkennbar: 2 Personen in hellen Jacken. Diese weißen Clubjacken wurden nur von Vorstandsmitgliedern getragen. Inge Bäder (Kunsthändlerin), Steve Reifferscheidt (Maurer), Rolf Sonner (Immobilienmakler), Susanne Sonner (Hausfrau), Volker Vollrad (Marketingleiter), Jochen Hessland (Bauunternehmer), Sandra Böchser (Schlagersängerin) und Stefan Dopen (Musikproduzent). Eine illustere Gesellschaft, wie Julius schon bald feststellen muss. - Stefan Dopen nutzt den Mord, um für sein Schlagersternchen Sandra Böchser Publicity zu bekommen - Rolf Sonner sieht seine Chance Präsident des Golfclubs zu werden - Steve Reifferscheidt hatte eine Auseinandersetzung mit Klaus Grad, da dieser ein Verhältnis hat mit der verschwundenen Tochter, Barbara Grad - Susanne Sonner zeigt unendlich viel Trauer - Jochen Hessland möchte den Golfclub schützen - Volker Vollrad wurde schikaniert vom Toten und Inge Bäder ist zugeknöpft.

Als es beim Vorstandstreffen des Golfclubs auf Burg Einöllen einen weiteren Toten gibt - wieder hinter einer verschlossenen Tür - kommt Julius fast aus dem Tritt. Aber durch seine Hartnäckigkeit, die richtigen Fragen und Schlussfolgerungen kommt er dem Täter immer einen Schritt näher und begibt sich in große Gefahr...

Das zweite Werk des Autors ist flott und spritzig geschrieben; mit Charme, Humor und schönen von Eichendorff-Zitaten untermalt. Zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile für den Leser auf. Mit jeder Seite steigt die Spannung nach dem Mörder und seinen Motiven. Gratulation an den Autor und ich hoffe sehr, dass es nicht meine letzte Begegnung mit dem kulinarischen Koch und Detektiv Julius Eichendorff und Kommissarin Anna von Reuschenberg war. (01.07.03) *****

   

 

Per Email habe ich dem Autor folgende Fragen
gestellt und erhielt heute eine Antwort:

Mich würde interessieren, ob Sie an einem neuen
Buch arbeiten?

Wird es eine Fortsetzung zu den bisherigen
Büchern aus dem Ahrtal sein?

Liebe Frau Loewner,

Sie haben den Urlaub genau richtig interpretiert, ich wollte einfach noch
mal Kraft tanken, bevor es in den nächsten Roman geht. Zur Zeit bin ich
dabei, das Gerüst auszubauen, da eine feinmechanische Vorarbeit beim Krimi
unerlässlich ist. Sprich: Verdächtige, falsche Fährten, Nebenhandlung,
Spannungsbogen, Finale, etc.. Dazu kommt die Recherche zum Themengebiet, in
diesem Fall sogar zu den Themengebieten. Der neue Roman - "Tabula Rasa" -
wird die Julius-Eichendorff-Reihe fortsetzen - auch wenn die Arbeit an
diesen Krimis schlecht für meinen Körperumfang ist (oder besser: zu gut!).
Diesmal geht es um Morde im Weinköniginnen-Milleu, die auf eine,
selbstverständlich mysteriöse Art und Weise, mit der römischen Geschichte
des Tals in Verbindung stehen. Das heißt für mich: Zu den Schauplätzen
reisen und diese dokumentieren, mit Experten vor Ort reden, Inspirationen
sammeln für einen im (Braten)Saft stehenden Krimi mit viel Fleisch an den
Rippen.

Gerne können Sie diese Infos auf Ihrer schönen Homepage veröffentlichen. Für
weitere Infos stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung.

Viele Grüße aus Hürth!
Carsten Sebastian Henn
Copyright bei Caren Löwner - Nachdruck u. anderweitiges einstellen untersagt 10.11.2003

 

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