Silvia Kaffke
| Das dunkle Netz der Lügen (histo.
Krimi) - Ruhrgebiet (Sept. 10 - Wunderlich Verlag - 496 S. - ISBN-13: 978-3805208895 / 19,95 ) Ruhrort, 1861: Dunkle Zeiten im Land von Stahl und Kohle Lina hat es geschafft: Ihr kleiner Modesalon ist in aller Munde. Wie viele Bewohner des Städtchens hat sie die Aufbruchstimmung der letzten Jahre genutzt und sich nach ihrer Hochzeit mit Commissar Robert Borghoff selbständig gemacht. Ihre Welt wird erschüttert, als Anna Jansen erstochen wird. Wer hatte einen Grund, ihrer besten Näherin nach dem Leben zu trachten? Doch das ist erst der Anfang. Ein weiterer Mord geschieht. Und während ganz Ruhrort den traditionellen Maiball begeht, werden die Villen reicher Bürger geplündert. Nicht nur der Polizei fällt auf: Die Taten waren gut geplant, zeugen von genauer Kenntnis der Örtlichkeiten und Besitztümer. Und: Sie betreffen ausschließlich Linas Kunden. Misstrauen schlägt ihr entgegen. Gestern noch eine angesehene Bürgerin Ruhrorts, muss Lina nun ihre Ehre verteidigen. Dabei steht nicht nur ihr Ruf auf dem Spiel ... |
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| Anmerkung: Autorin Silvia Kaffke hat einen anspruchsvollen historischen Krimi geschrieben, der kaum Wünsche offen lässt. Mit viel Flair erzählt sie von der damaligen Zeit und schmiedet Intrige um Intrige und verwirrt den Leser mit immer neuen Spuren. Sehr gut beschrieben hat sie ihre Hauptprotagonisten, so dass der Leser sich Personen, aber auch Orte und Räume lebhaft vorstellen können. Gelungen und lesenswert ist dieser Krimi, der am Ende auch aufgelöst wird. Im März 1861: Lina Berghoff, Frau von Polizeicommissar Robert Berghoff betreibt einen kleinen Modesalon und vermietet nebenbei Zimmer. Die Zeiten sind schlecht und so freut sie sich, dass Ihr Freund Baron von Sannberg seinen Sekretär, Ferdinand Weigel bei ihr einquartiert. Auch Lina musste Näherinnen entlassen, konnte aber ihre wichtigsten Kräfte halten. So auch Anna Jansen, die für Mann, Kind und Schwiegermutter zu sorgen hat. Als diese überfallen wird in ihrem Schlafzimmer, kümmert sich Lina um sie, bis sie verlegt werden kann in ein Hospiz. Da sie nun einen Platz vakant hat, kommt ihr Zisa Fredowsky, die im Ort nach Hermann Demuth sucht, gerade recht. Zita findet Hermann als einfachen Arbeiter, obwohl dieser doch Arzt ist und kann bei ihm wohnen. Noch immer fürchtet er sich vor der Greiferbande. Noch weiß er nicht wie nah ihm diese Leute gekommen sind und dass Zita ein falsches Spiel spielt. Ihr Kind ist in der Gewalt der Greiferbande und so muss sie tun, was man ihr sagt. Ständig muss sie die anständigen Leute belügen, genau zuhören was im Salon gesprochen wird. Diese Infos gibt sie weiter und schon bald gibt es in dem kleinen Ort diverse Einbrüche und für Commissar Berghoff jede Menge Arbeit. Zwei tote Frauen, Diebstähle auf dem Markt und die Einbrüche... verzwickte Fälle Fazit: energiegeladenes Buch und ausgezeichneten Protagonisten. Sehr empfehlenswert! (27.12.10) ****+ |
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| Totenstill (Mai 05 - KBV Verlag - 300 S - ISBN 3936001530 / 9,50 ) Zunächst glaubt Barbara noch an einen üblen Scherz, als püktlich zu ihrer Vorlesung über den Serienmörder Kroll Schweinedärme in einer Unitoilette schwimmen. Doch dann tauchen Leichen auf, die wie bei anderen berühmten Fällen zugerichtet wurden. - Barbara ht seit drei Semestern einen Lehrauftrag für Investigative Psychologie an der Uni, außerdem hält sie Vorträge an den Polizeifachhochschulen und wird des öfteren als externe Beraterin zu schwierigen Fällen hinzugezogen. Ein solcher Fall, ein Serienvergewaltiger, führt sie zurück nach Burg im Kreis Kithmarschen, dem Ort ihrer schlimmsten Niederlage, dem Fall Schmidtmann. Noch immer wirft sie sich vor, das dritte Opfer, den kleinen Jonas Grüter nicht gerettet zu haben, weil sie ein falsches Täterprofil erstellt hatte. Alle suchten nach einem jungen Täter, während Schmidtmann bereits 64 Jahre alt war. Nun ist Schmidtmann tot - er hat sich im Gefängnis erhängt, weil er die Quälereien seiner Mitgefangenen nicht mehr ertragen konnte. - Barbara will nicht wahrhaben, dass es bei den neuen Morden um sie geht und entdeckt die Verbindung zu den Serienmorden der Vergangenheit erst, als es fast schon zu spät ist... |
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| Anmerkung: Die Autorin hat einen packenden Krimi geschrieben, der den Leser an verschiedene Ort führt. Die Hauptprotagonistin beschäft sich augenscheinlich mit mehreren Fällen gleichzeitig, versorgt den kranken Ehemann und bemüht sich um ein großes Traditionsunternehmen. Im Laufe der Story wird immer klarer, dass verschiedene Fälle unmittelbar zusammenhängen und die Protagonistin selbst auf dem Prüfstand steht. Der Täter fordert sie heraus und präsentiert ihr Leichen auf dem Weg zum Ziel. Ahnungslos verfolgt der Leser die Story, wird erschüttert von Mord, Hass und Mitleidsgefühlen um am Ende des Buches auf einen Täter zu treffen, der so unscheinbar sichtbar war wie eine graue Maus. Fazit: Packend, spannend und voller Geheimnisse. Sehr empfehlenswert! zur Geschichte: (12.06.05) ***** |
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| Regula Venske u.v.a. | Hotel TERMINUS | April 05 | Aufbau Verlag | Engel und Erzengel oder: Der letzte Mord | **** |
© Caren Löwner