Gerhard Loibelsberger

Mord und Brand
(Aug. 11 - Gmeiner Verlag - 321 S. - ISBN-13: 978-3839212172 / 12,90 €)

Wien, 27. Juli 1911. Ein Großbrand wütet auf den Holzlagerplätzen am Nordwestbahnhof. Erst nach zwei Tagen kann er unter Einsatz von 167 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Inmitten tausender Schaulustiger wird ein Mann brutal zu Tode geprügelt. Frantisek Oprschalek und sein bester Freund Nepomuk Budka, ein mehrfach verurteilter Gewaltverbrecher, ziehen eine blutige Spur von Morden und Brandstiftungen durch Wien. Inspector Nechyba und seine Frau Aurelia geraten in einen Strudel der Gewalt, der sie auch ganz persönlich bedroht

   
   
Reigen des Todes (historischer Roman) Wien
(Juli 10 - Gmeiner Verlag - 324 S. - ISBN-13: 978-3839210680 / 12,90 €)

Wien 1908. Als am Ufer des Donaukanals ein abgetrennter Unterarm entdeckt wird, wittert Gerichtsredakteur Leo Goldblatt die große Story. Doch nicht nur diese mysteriöse Angelegenheit schlägt dem Inspector und ausgewiesenen Gourmet Joseph Maria Nechyba gewaltig auf den Magen, sondern auch die Suche nach dem seit Tagen vermissten Oberstleutnant Vestenbrugg. Bewegung kommt erst in den Fall, als Vestenbruggs abgeschnittener Kopf auftaucht und sich herausstellt, dass er eine junge Geliebte hatte: Steffi Moravec, deren amouröse Fähigkeiten auch andere Herren der Wiener Gesellschaft sehr zu schätzen scheinen …

  Anmerkung:
Autor Gerhard Loibelsberger zieht seine Leserschaft in den Beginn des 19. Jahrhunderts von Wien. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß, Das Donauufer und unterirdische Höhlen fangen die Gestrandeten auf, in den noblen Wohngebieten pflegt ein Hausherr sich zu umgeben mit Weib, Kindern und Personal.

So ein Gestrandeter ist der ehemalige Fleischhauer Schöberl. Am Donauufer findet er einen Arm in Fetzen gehüllt. Sein Weg führt nicht zur Polizei, sondern zum Redakteur Goldblatt. Zur selben Zeit wird Oberstleutnant Vestenbrugg, Angehöriger eines Eliteregiments vermisst. Seine Geliebte, Steffi Moravic, bringt die Situation in finanzielle Schwierigkeiten.

Und dann taucht er auf. Der große Mann, mit strengen moralischen Vorstellungen und einer Neigung zum Kochtopf. Inspector Nechyba stellt den Arm sicher und jagt nur wenig später einem Kopf hinterher. Wer ist die Leiche? Wie kam sie zu Tode? Und welche Rolle spielt Steffi Moravic? In einigen Bereichen ist das Buch schlicht gesagt „langweilig“. Seitenweise erhält der Leser die bereits vorhandenen Informationen nochmals umgedichtet wieder vorgetragen oder es wird eine genaue Rezeptur eines Gerichtes gebracht. Der Roman ist bedächtig, ruhig und alles geht hier Schritt für Schritt seinen Weg. Am Ende steht mehr heiße Luft, als ein Verbrechen.

(05.03.2010) ***

   
Home Bücherverzeichnis Autoren A-Z Bewertungen Verlage Neuerscheinungen Foren Links

© Caren Löwner