Volker Streiter
| Blutzeug
(Köln) (Okt. 09 - Autoren-Feder-Verlag - 266 S. - ISBN-13: 978-3981317305 / 15,90 ) Köln. Das
erzbischöfliche Priesterseminar liegt durch Mauern
geschützt wie eine Insel in der Stadt. Von dort blickt
Sebastian Nettesheim, Seelsorger der Priesteranwärter,
voller Abscheu auf eine Welt aus Versuchungen und
Verbrechen. Der Drang, im Namen Gottes zu strafen, wird
immer stärker. Als der Kardinal-Erzbischof den
Seelsorger als verschwiegenen Boten zu Pfarreien im
Umland sendet, um dort Verfehlungen zu ahnden, ist das
für Nettesheim ein Zeichen des Himmels. Eine Serie von
Morden beginnt. Die bizarre Inszenierung der Leichen am
Tatort ist für die Kriminalermittler erschreckend und
unerklärlich. |
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| Anmerkung: Autor Volker Streiter lässt seinen Krimi in Köln spielen in einem Priesterseminar. Hier treffen persönliche Anfeindungen im Glauben und Verbrechen aufeinander. Sebastian Nettesheim ist der Spiritual (Beichtvater) im Priesterseminar in Köln. Nach einem Gespräch mit dem Kardinal wird Nettesheim für besondere Aufgaben eingesetzt. Er sucht Pfarrgemeinden auf in denen etwas im Argen liegt und findet mit den betroffenen Lösungen für Abhilfe. Dabei wendet Nettesheim alle Härte an um Verfehlungen zu ahnden. Geldunterschlagung, Trauung gleichgeschlechtlicher Paare oder eheähnliche Verhältnisse zur Hausangestellten hat er im Sinne des Kardinals zu regeln. Während dieser Reisen begibt er sich selbst auf den Pfad des Verbrechens. Seine Verbrechen sind die vergessenen, die ungerächten und falsch beurteilten Vergehen. Als ein Mord im Priesterseminar geschieht schaltet sich die Polizei ein und Sebastian Nettesheim Geheimnisse drohen an die Oberfläche zu kommen. Der Autor hat einen sehr guten Plot geschrieben, der in allen Bereichen nachvollziehbar ist und auch spannend. Allerdings lässt die Lektorenarbeit sehr zu wünschen übrig. Fazit: Gute Story, lesenswert, aber mit dickem Minus für Lektorenarbeit *** (19.04.10) |
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© Caren Löwner