Ernest Tidyman

erhielt einen Oscar für das Drehbuch zu French Connection. Mit seinen Shaft-Krimis zieht er den Leser hinein in die
Hinterhöfe von New York. Seine Figuren sind authentisch und hart, die Erzählweise ist packend und temporeich.
Mit Shaft schuf Tidyman (1928 - 1984) den ersten farbigen Privatdetektiv, mit dem sich auch die Schwarzen
identifizieren konnten. - Der Kinofilm Shaft (1971) mit dem coolen Richard Roundtree wurde zu einem Wegbereiter
für die "Blaxploitation" - Welle der 79er Jahre. Isaac Hayes bekam einen Oscar für Theme From Shaft.
Der Film war eine Sensation. Noch nie zuvor hatte das Publikum einen afro-amerikanischen Typen gesehen,
der so hart und sexy wie Shaft war. Drei Kinofilme und eine TV-Serie machten Shaft weltbekannt.
Im Jahr 2000 gab es ein erfolgreiches Remake mit Samuel L. Jackson in der Hauptrolle.

 

www.shaft-krimis.de

Shaft und der Karneval der Killer (Karibik-Krimi)
(Juni 07 - Pendragon Verlag - 183 S - ISBN 978 3934872395 / 9,90 €)

Er ist echt, wütend und verdammt trotzig. Ein schwarzer Privatdetektiv aus Harlem, mit Soul, Pep und den richtigen Hormonen. - In seinem sechsten Fall macht Shaft Urlaub auf Jamaika, als er in eine Schlägerei verwickelt wird. Auf der Polizeiwache wird ihm ein Auftrag angeboten. Man befürchtet ein Attentat auf den Premierminister und Shaft soll die attentäter frühzeitig finden, aber er hat wenig Lust auf den Job. Shaft ist mittendrin zwischen Giftspinnen und geheimnisvollen schönen Frauen.

  Anmerkung:
Wer einen Krimi im amerikanischen Stil sucht ist bei diesem Autor sicher gut aufgehoben. Er bietet seichte Unterhaltung, derbe Sprache, harte Fäuste und leider nur eine mittelmäßige Story. Der Held ist halt ein typischer Einzelgänger und wer sich ihm in den Weg stellt, der bekommt dumme Sprüche oder die Fäuste zu spüren. Vom ersten Moment an spürt der Leser wie widerwillig sich die Hauptfigur überhaupt bewegt. Es gibt viele Protagonisten am Rande, die einen tauchen häufiger auf, die anderen nur mal kurz. Dennoch bleibt einem keine Figur wirklich in Erinnerung. Fazit: Lockere Leselektüre

zur Geschichte:
Privatdetektiv John Shaft fliegt in die Karibik um Urlaub zu machen und Ruhe zu finden. Mit einem Picknickkorb des Hotels begibt er sich an einen einsamen Sandstrand. Plötzlich sieht er zwei Männer mit einer Frau kämpfen, die jedoch geschickt fliehen kann. Kurze Zeit später rasen die Drei über seinen Platz. Das Picknick landet im Sand und Shaft packt die Wut. Er schlägt die beiden Männer zusammen und fährt zurück ins Hotel. Kurze Zeit später findet er sich auf dem Polizeirevier, bei Chef Alexander Asthon wieder. Die 2 Männer waren Polizeibeamte, die er niederschlug. Um einer Bestrafung zu entgehen, soll er einen Auftrag annehmen. Der Premierminister, Sir Charles Lightwood ist in Gefahr. Ein Attentat soll auf ihn verübt werden. Shaft hat Urlaub und keine Lust sich in irgendwelche Intrigen hineinziehen zu lassen. Doch irgendwie ist der Zeitpunkt auch schon verpasst um auszusteigen. - In seinem Hotelzimmer findet er die Flüchtige. Sie heißt Marita Dawes und ist die Sekretärin des Premierministers. Sie glaubt das Ashton ein falsches Spiel spielt. Auf einer Veranstaltung im Hotel lernt Shaft Sir Lightwood und dessen unterkühlte Gattin Bernadette persönlich kennen. Der Premierminister gibt zu ein Verhältnis mit einer Frau zu haben. Droht aus dieser Richtung Gefahr? Oder kommen die Kräfte aus dem Ausland? Dann wird Shaft in eine miese Falle gelockt und das nimmt er nun persönlich und ermittelt im Fall um den Premierminister, auf den mittlerweile auch geschossen wurde...

 

(13.06.07) ***

   
   
Shaft und die verlorenen Söhne
(erschienen Juli 04 - Pendragon Verlag - 209 S - ISBN 3934872387 / 9,90 €)

Er ist echt, wütend und verdammt trotzig. Ein schwarzer Privatdetektiv aus Harlem, mit Soul, Pep und den richtigen Hormonen. - In seinem fünften Fall wird Shaft von dem schwarzen Senator Stovall um Hilfe gebeten, der als vielversprechender Kandidat für die Vizepräsidentschaft gilt und befürchtet, dass radikale Weiße seine Kinder entführen. Shaft hat wenig Lust, in London den Babysitter für zwei verwöhnte Kinder zu spielen. Kaum dort angekommen, geschieht ein Überfall

  Anmerkung:
Der Leser der sich auf Autor und Story einlässt sollte wissen, dass sie wirklich rein im amerikanischen Stil geschrieben worden ist. Fast ein bisschen wie ein Groschenroman, die schnelle Story mit viel Blut und Gewalt. Auf der einen Seite die Guten, auf der anderen die Bösen, die man einfach fangen und kaltstellen muss. Die Story ist leicht verständlich, das Buch schnell gelesen. Was wirklich fehlt ist die Hochspannung, die ist eher flach gehalten. Für damalige Serienfans sicher eine gute Möglichkeit einige der Stories nachzulesen. Fazit: Shaft voll im Einsatz mit nicht immer ganz legalen Methoden

zur Geschichte:
Winter in New York. Privatdetektiv John Shaft ist auf dem Weg zu seiner Wohnung, ihm ist kalt und er verflucht das Wetter. Träumt von warmen Ländern. Sein Auftragsdienst meldet ihm diverse Anrufe. Die heißteste Nachricht lautet: Sein Juwelier möchte gerne sein Paetek-Philippe ölen. Er weiß, das ist eine Aufforderung den schwarzen US-Senator Albert Congdon Stovall zu besuchen. Er steht kurz vor der Wahl zum Vizepräsidenten und scheint Schwierigkeiten zu haben. - Seit wann wohnt der Senator in zweitklassigen Hotels? Der Senator lebt in der Deckung und möchte nach einigen Drohungen seine Söhne außer Landes bringen. Barnaby und Reggie leben seit dem Tod seiner Frau bei seiner Schwester und sollen nun übersiedeln nach London. Noch so ein Scheiß Ort denkt Shaft und ahnt, dass er dem nicht mehr fern ist. Mit Dave Clayton und dem Kindermädchen Mrs. Banas begibt sich Shaft nach London, soll dort für die Sicherheit der Kinder sorgen, und die sollen dort einen ganz normalen Alltag leben. Mit Schule und Freunden. Noch vor der Abreise versucht jemand Shaft ins Krankenhaus oder in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Hat das etwas mit seinem Auftrag zu tun? Aber auch in London reißen die Anschläge nicht ab und irgendwie wird Shaft das Gefühl nicht los: hier spielt einer falsch...

 

(15.10.05) ***

   
   

 

Im Pendragon Verlag erscheinen sämtliche Shaft-Krimis von Ernest Tidyman
ungekürzt und unzensiert als Neuübersetzung von Emanuel Bergmann

Shaft und das Drogenkartell - Aug. 2002
Shaft beim Kongress der Totengräber - Okt. 2003
Shaft und die sieben Rabbiner - Febr. 2003
Shaft und das Mordkomplott - April 2004
Shaft und die verlorenen Söhne - Juli 2004
Shaft und der Karneval für Killer - Dez. 2005

 

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© Caren Löwner