Reiner Welters

Tödlich war die Maiennacht (Mönchengladbach)
(Mai 09 - Schardt Verlag - 232 S. - ISBN 978 3898414609 / 12,80 €)

In einer Nacht im Mai 1968 macht der Mineraloge Martin Frank an den Bahngleisen bei Ellinghoven eine grausige Entdeckung - er stolpert über eine männliche Leiche. Was zunächst nach Selbstmord aussieht, entpuppt sich als raffiniert durchgeführter Mord. Doch warum musste der Mann sterben, und wer ist der Mörder? - Kommissar Robert Meister, ein Jugendfreund von Martin Frank, beginnt mit seiner Hilfe zu ermitteln. Bald führen die Spuren nicht nur ins zwielichtige Drogenmilieu, sondern auch in die Kreise der alteingesessenen Bauern der ortsnahen Dörfer und städtischen Randbezirke. Und sie führen in die oftmals dunkle Vergangenheit der Dorfbewohner, wo das Motiv für den Mord zu liegen scheint. Je enger sich das Netz um die Verdächtigen spannt, desto gefährlicher wird die Situation auch für Martin Frank und Robert Meister...

  Anmerkung:
Autor Reiner Welters erzählt dem Leser eine leicht verständliche Geschichte, die fließend erzählt wird aus der sechziger Jahren. Vieles ist noch im Aufbau und ein Auto noch nicht für jeden alltäglich. Gerade die Landbevölkerung ist eine verschworene Gemeinschaft. Da haben es Ermittler schwer einen Mordfall zu lösen. In manchen Teilen ist der Autor zu lang geraten und oftmals hat man das Gefühl, dass der Autor sehr fantasievoll ist. (Selbstbefreiung eines 5-jährigen).
Fazit: Ein ruhige Mörderjagd. Durchaus lesenswert!

zur Geschichte:
Mai 1968: Prof. Martin Frank, Mineraloge und Forscher aus Heidelberg verbringt mit Ehefrau Kati und Kind seiner Urlaub bei den Schwiegereltern. Nach einem langen Spaziergang in seiner ehemaligen Heimat findet er bei Einbruch der Dunkelheit auf den Gleisen eine Leiche. Der Tote befindet sich genau zwischen dem Bahnhof von Genhausen und Ellinghoven. Er informiert die Polizei und aus Mönchengladbach trifft Kriminalkommissar Robert Meister mit Inspektor Peter Baumanns ein. Robert Meister ist ein ehemaliger Schulkollege von Martin Frank. Schneller aus Martin Frank überlegen kann ist er schon voll in den Fall involviert und betreibt Nachforschungen im Auftrag seines Freundes, der sicher nicht so viel bei der Landbevölkerung erfahren würde. Der Tote war im Dorf nicht gerade beliebt und war nur zurückgekommen um sein Erbe abzuholen. Sehr schnell geraten mehrere Dorfbewohner unter Verdacht. Darunter auch der 16jährige Helmut Spiekert, der auch der Suche nach seinem Vater ist. Aber auch vor dem Bruder, Willy Hintzen, Bauer machen die Beamten nicht Halt, sondern finden eine sonderbare Mitteilung. Auch Bauer Gehlen scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und der Likörfabrikant Hoven hielt sich in der Nähe des Tatorts auf. Wer kann Licht in diesen Fall bringen? In Köln ermittelt Kommissarin Marlies Hegenberg im Umfeld des Opfers. Doch die wirkliche Gefahr droht in der Nähe des Tatorts. Martin Frank bekommt dies am eigenen Leib zu spüren. Es wird auf ihn geschossen, sein Kind entführt...

(25.09.09) ***

   
   
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